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Sicher mobil

Vor der Fahrt mit Straßenbahn und Bus

Bevor Sie mit Straßenbahn und Bus fahren, sollten Sie sich über Ihren Fahrtweg, die Abfahrtszeiten und eventuelle Umstiege informieren.
Ihren Fahrtweg können Sie mit Hilfe unserer Liniennetzpläne finden. Hier sind alle Haltestellen, die eingeschränkt barrierefrei ausgebaut sind, mit einem Symbol gekennzeichnet.
Grundsätzlich werden auf allen Straßenbahn- und Buslinien Niederflurstraßenbahnen bzw. Niederflurbusse eingesetzt.
Mit unseren älteren Bahnen, die nur noch in Ausnahmesituationen eingesetzt werden, können Personen im Rollstuhl nicht befördert werden. Diese sind in unseren Linien- und Aushangfahrplänen mit einem K - wie “kein Niederflurfahrzeug” gekennzeichnet.

Tipp:
Informieren Sie sich vor Ihrer Fahrt, ob Ihre Abfahrts- und Ankunftshaltestelle einen ausgebauten Bahnsteig haben.

An der Haltestelle

In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Haltestellen mit einem niederflurgerechten Bahnsteig ausgebaut. An  diesen Haltestellen wird der Einstieg in Straßenbahnen und Busse erleichtert, da das Bahnsteigniveau und die Einstiegshöhe der Fahrzeuge annähernd gleich sind.
Der Abstand kann jedoch variieren, je nachdem, wie viele Fahrgäste im Fahrzeug sind. Eine voll besetzte Straßenbahn senkt sich mehr ab als eine Leere. Daher ist es für Rollstuhlfahrer empfehlenswert, mit einer Begleitperson zu fahren, um flexibler auf  unvorhersehbare Situationen reagieren zu können.

Alle Busse und Straßenbahnen besitzen eine mobile Faltrampe oder eine Klapprampe.
In den langen Straßenbahnen des Typs MGT6 (Einzelfahrzeug) befindet sich eine mobile Faltrampe, welche den Spalt zwischen Fahrzeug und Bahnsteig überbrückt.
Ebenso verfügen alle kurzen Straßenbahnen des Typs MGTK (Zugkombination) über festmontierte Klapprampen, die den Höhenunterschied zum Bahnsteig ausgleichen können. Bei Bedarf werden diese durch das Fahrpersonal angelegt.

Unser Tipp für Sehbehinderte:
An barrierefrei ausgebauten Haltestellen sind taktile Leitstreifen im Boden eingelassen, welche parallel zur Bahnsteigkante  verlaufen. Die geriffelten Bodenfliesen lassen sich mit einem Blindenstock gut ertasten.

Einsteigen

Unsere Straßenbahnen und Busse haben mehrere Türen zum Einsteigen.
Zum Öffnen muss in der Regel ein Taster betätigt werden. Dieser befindet sich bei den Straßenbahnen mittig an den Türen.

Bei unseren Straßenbahnwagen befindet sich an mindestens einer Tür ein gesonderter Taster mit dem Kinderwagen-Symbol. Bei Betätigen dieses Tasters bleibt die Tür länger geöffnet.

Bei unseren Bussen befindet sich an der mittleren Tür ein Taster mit einem Rollstuhl-Symbol. Wenn Sie Schwierigkeiten beim Einsteigen haben und möchten, dass die Tür länger geöffnet bleibt, dann betätigen Sie diesen. Der Fahrer schließt die Tür  dann erst per Knopfdruck.

Unser Tipp für Sehbehinderte:
Die Taster leuchten auf, sobald die Türen geöffnet werden können. Beim Schließen ertönt ein Signalton.

In den Bussen werden die Türen per Knopfdruck durch den Fahrer geschlossen. Die hintere Tür öffnet und schließt automatisch.
Im Gegensatz dazu schließen die Türen in den Straßenbahnen nach einigen Sekunden stets automatisch, wenn sich alle Fahrgäste bereits außerhalb der in den Türseiten befindlichen Lichtschranken aufhalten. Die Lichtschranken befinden sich in Kniehöhe.
In den Straßenbahnen wird der automatische Schließprozess zusätzlich optisch und akustisch durch ein Blinkleuchten und einen Signalton angezeigt.
Sollten Sie an der Straßenbahn nicht den Kinderwagentaster benutzt haben, kann es passieren, dass sich die Tür zu früh automatisch schließt. Das geschieht dann, wenn Sie sich bereits außerhalb der Lichtschranke befinden.
Für diesen Fall ist ein Sicherheitssystem integriert: Sobald Sie von der Tür berührt werden, öffnet sich diese unverzüglich wieder.

Einstieg mit Falt- oder Klapprampe

Wenn Sie für den Einstieg eine Falt- oder Klapprampe benötigen, positionieren Sie sich bitte im vorderen Bereich der Haltestelle in Fahrtrichtung, um sich während der Einfahrt der Straßenbahn bei der Fahrerin/dem Fahrer per Handzeichen bemerkbar machen zu können.
Die Fahrerin bzw. der Fahrer wird daraufhin die Falt- oder Klapprampe für Sie an der entsprechenden Einstiegstür positionieren und Ihnen beim Einsteigen helfen.
Die Tür ist mit einem Rollstuhl-Symbol gekennzeichnet.
Bitte nennen Sie der Fahrerin bzw. dem Fahrer Ihre Ausstiegshaltestelle, damit Ihnen beim Aussteigen wieder die Falt- oder Klapprampe zur Verfügung gestellt werden kann.

Achtung:
Die Haltestelle, an der Sie aussteigen möchten, muss einen ausgebauten Bahnsteig haben, wenn Sie mit der Straßenbahn fahren.

Die sichere Fahrt

Bevor Sie sich einen Platz suchen, entwerten Sie bitte wenn erforderlich Ihr Ticket. Der Entwerter befindet sich in unmittelbarer Türnähe.
Nachdem Sie Ihr Ticket entwertet haben, suchen Sie sich bitte einen Sitzplatz oder einen sicheren Steh- bzw. Stellplatz.
Sitzplätze, welche vorrangig für Eltern mit kleinen Kindern, Schwangere und ältere Menschen vorgesehen sind, werden mit einem speziellen Aufkleber gekennzeichnet.
Die mit einem Rollstuhl-Symbol gekennzeichneten Türen in den langen Niederflurstraßenbahnen (MGT6D) haben im Bereich der Dreier-Sitzgruppe neben der Tür extra Stellflächen für Rollstuhlfahrer eingerichtet. Die Sitze lassen sich hier hochklappen und rasten fest ein.
In den kurzen Niederflurfahrzeugen (MGTK) befinden sich zwei Klappsitze direkt neben der Tür mit dem Rollstuhl-Symbol, die hochgeklappt werden können.
Bitte vergessen Sie nicht, die Bremsen Ihres Rollstuhls anzuziehen.

In Bussen befindet sich die Stellfläche gegenüber der mittleren Tür.

Unser Tipp für Sehbehinderte:
In den Straßenbahnen sind alle Stufen am Rand mit einem gelb-schwarzen Streifen gekennzeichnet.

Sowohl in den Straßenbahnen als auch in Bussen befinden sich rechts und links der Tür Haltestangen. Nutzen Sie diese bitte, um sich festzuhalten.

Aussteigen

Wenn Sie Ihre Zielhaltestelle erreicht haben, dann begeben Sie sich in der Straßenbahn zur Tür. Die Straßenbahn hält an jeder Haltestelle.
Auch im Fahrzeug gibt es die Taste mit dem Kinderwagen-Symbol. So können Sie sich einen problemlosen Ausstieg sichern, ohne dass die Tür zu schnell schließt.
Da es in unseren langen Straßenbahnen (MGT6) keine technische Möglichkeit für einen Rollstuhlfahrer gibt, den Ausstiegswunsch zu signalisieren, ist eine entsprechende Absprache mit unserem Fahrpersonal während des Zustiegs erforderlich.
In den kurzen Straßenbahnen (MGTK) können Sie mit Ihrem Euroschlüssel den Ausstiegswunsch kommunizieren, indem Sie den Schlüsselschalter betätigen. Dadurch wird ein Signal beim Fahrer ausgelöst, der Ihnen dann beim Ausstieg hilft.

Unser Tipp für Sehbehinderte:
Zum Aussteigen können Sie sich an den akustischen Haltestellenansagen orientieren. Der jeweilige Haltestellenname wird vor dem nächsten Halt angesagt.

Ein- und Aussteigen beim Bus

Ist die Haltestelle noch nicht niederflurgerecht ausgebaut, kann die Busfahrerin/der Busfahrer den Bus etwas absenken und zusätzlich die Rampe ausklappen, damit das Ein- und Aussteigen einfacher geht.

Ihren Haltewunsch müssen Sie bei einer Busfahrt durch das Drücken eines Tasters anzeigen. Neben dem Stopp-Taster gibt es ebenfalls einen Kinderwagen-Taster.