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Halle-Südstadt

Knapp hundert Fragen

Von Corinne Richert

Gruppenbild der TV-Sendung
Einmal alle auf ein Gruppenfoto bitte! Die Teilnehmer kurz vor Start der Sendung bei TV Halle. Fotos: Corinne Richert

Großes Interesse gab es auch beim zweiten digitalen Bürgerforum, diesmal zur Umgestaltung der Elsa-Brändström-Straße. Der große Zuspruch ließ sich an der Anzahl der Fragen ablesen, knapp hundert Fragen leuchteten auf den Bildschirmen der Zwischenredaktion auf, die diese an den Moderator Christian Kadlubietz spielte, der wieder gekonnt durch die Sendung bei TV Halle führte.

Während der Live-Sendung.
Während der Live-Sendung.

Für die Sendung war ein extra großes TV-Studio eingerichtet worden, in Pandemiezeiten benötigt man viel Platz wegen des Abstandgebots. So konnten die Planerinnen und Planer der Stadt Halle (Saale) und der HAVAG trotzdem in den so wichtigen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern des Viertels rund um die Elsa-Brändström-Straße kommen. Die 1.450 Meter lange Straße soll im Rahmen des Programms STADTBAHN Halle umgebaut werden, Startschuss für die Bauarbeiten soll 2024 sein.

Erhard Krüger (HAVAG) zeigt eine mögliche Variante der Elsa-Brändström-Straße.
Erhard Krüger (HAVAG) zeigt eine mögliche Variante der Elsa-Brändström-Straße.
René Rebenstorf (Stadt)
René Rebenstorf (Stadt)

Stream zur Sendung

Hier können Sie sich die Sendung nochmals anschauen.


Vinzenz Schwarz (HAVAG)
Vinzenz Schwarz (HAVAG)

Hingucker der langen Straße sind sicherlich die Platanenreihe zwischen der Huttenstraße und der Vogelweide und die Endeschleife am anderen Ende. Die Baumallee ist geschützt und spielt daher beim geplanten Um- und Ausbau der Verkehrsanlagen im Rahmen des Programms STADTBAHN eine wichtige Rolle. „Die Baumscheiben reichen nicht aus, damit die Wurzeln richtig durchlüftet werden. Es sind zu viele Flächen versiegelt“, sagte Erhard Krüger.

Außerdem sorgen die Wurzeln für Schäden vor allem auf dem Radweg. 2024, wenn der Neubau beginnt, sollen diese Probleme geheilt werden, Fahrbahn und Gleise könnten in Richtung Friedhofsmauer verschwenkt werden, um mehr Platz zu gewinnen. Dann bekommen die Platanen mehr Luft zum Atmen, Fußgänger und Radfahrer sicherere Wege und die Straßenbahn ein neues Grüngleis. Für die Autofahrer ändert sich wenig. Allerdings könnten auf der Ostseite der Elsa-Brändström-Straße, dort, wo sich die Friedhofsmauer befindet, einige Pkw-Stellplätze dem Ausbau zum Opfer fallen.


Präsentation

Hier können Sie sich die Präsentation aus der Sendung herunterladen.


In der Zwischenredaktion liefen die knapp hundert Fragen ein.
In der Zwischenredaktion liefen die knapp hundert Fragen ein.
Eine Projektplanerin
Für spezielle Fragen wurde Planerin Astrid Orschulok-Weinert zu Rat gezogen.

Drei Varianten hat die Hallesche Verkehrs-AG als Trägerin des Stadtbahnprogramms für die Elsa-Brändström-Straße untersucht und im Bürgerdialog vorgestellt. „Wir machen die Straße für die nächsten Jahrzehnte fit“, meinte Jens Otto, Verkehrsplaner in der Stadtverwaltung. Das bedeutet für die Elsa-Brändström-Straße: Die Tram soll schneller, leiser und umweltfreundlicher werden. Für Reisende werden neue Haltestellen gebaut, die barrierefrei sind. Die Querungen, schmal und unübersichtlich, sollen sicherer werden. Im 840 Meter langen Südteil, der als Sackgasse endet, könnte an der Wendeschleife eine Blühwiese entstehen, denn es ist eine Kopfendstelle geplant, die weniger Platz in Anspruch nimmt.

Jens Otto (Stadt)
Jens Otto (Stadt)

Die Fragen der Bürgerinnen und Bürger, etwa: „Wie viele E-Fahrzeug-Ladesäulen werden geschaffen? oder „Bleibt der Zugang zur Gartenanlage an der Endstelle offen?“ konnten zum Großteil von den Experten beantwortet werden, bzw. werden mitgenommen.

Keine Frage geht verloren. Die Antworten werden nun aufbereitet und in Kürze an dieser Stelle zur Verfügung gestellt. Außerdem fließen die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger in die Planungen zur Straße ein. Daraus wird eine Beschlussvorlage für den Stadtrat erstellt, der letztendlich über die Bauvariante entscheidet.

Vielen Dank an alle fürs Mitmachen und den konstruktiven Dialog!

27.04.2021