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Große Steinstraße

Große Steinstraße vor dem Umbau
Große Steinstraße vor dem Umbau

Um die Leistungsfähigkeit und Qualität des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Halle zu verbessern, wird ab Januar 2018 die Große Steinstraße vom Bereich Kleinschmieden bis zum Franzosenweg (Baugrenze Baumaßnahme Steintor) ausgebaut und vollständig modernisiert. Die Arbeiten umfassen insbesondere die Sanierung des Gleiskörpers der STADTBAHN Halle, die Neuorganisation und den rechtskonformen Ausbau der Verkehrsführung am Joliot-Curie-Platz mit Ampelregelung, den barrierefreien Umbau des Bahnsteigs am Joliot-Curie-Platz und sicherer Fußgängerquerungen, sowie die Verbesserung der Radverkehrsführung. Im Zuge der Baumaßnahmen wird auch ein Großteil der unterirdischen Infrastruktur in der Großen Steinstraße erneuert.

Eine Grafik, wie die Große Steinstraße einmal aussehen soll.
So soll die Große Steinstraße einmal aussehen.

Ab Anfang Februar 2018 wird die Große Steinstraße für die Baumaßnahmen vom Bereich Kleinschmieden bis zum Franzosenweg gesperrt. Die Straßenbahnlinien 1, 2, 5 und 10 werden für die Dauer der Arbeiten umgeleitet. Die Straße ist für den Fußgängerverkehr jederzeit offen. Das Befahren des Altstadtrings ist gewährleistet. Zu- und Lieferwege für Anwohner, Gewerbe, Gäste und Kunden sowie der Verkehr über den Stadtring am Joliot-Curie-Platz werden, von kurzfristigen Sperrungen abgesehen, durchgängig gewährleistet sein. Die Große Steinstraße bleibt den Einwohnern sowie Touristen der Stadt Halle auch während der Baumaßnahmen als Einkaufsstraße erhalten.

Mit dem Ausbau der Großen Steinstraße wird ein weiteres wichtiges Projekt des Programms STADTBAHN Halle realisiert. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.havag.com/Stadtbahn/Stadtbahn.

Vorbereitend finden ab Mitte November dringend notwendige Arbeiten in der Kleinen Steinstraße statt. Als Anlaufpunkt für Bürger und Anwohner wird ein Baustellenbüro eingerichtet. Alle wichtigen Informationen finden Sie auch in unserem Flyer und im folgenden FAQ:

Wie fügt sich das Vorhaben Große Steinstraße in das STADTBAHN-Programm ein?

Die Baumaßnahme in der Großen Steinstraße ist eine zentrale Maßnahme der Stufe 1 und gehört somit zu den wichtigsten Projekten des Programms. Die Große Steinstraße ist eine hoch frequentierte Verbindungsstraße, die direkt in das Zentrum der Stadt Halle (Saale) führt. Der Knotenpunkt Joliot-Curie-Platz wird täglich von rund 15.000 Kraftfahrzeugen (Kfz) genutzt. Die Linien 1, 2, 5 und 10 der HAVAG befördern täglich über 25.000 Fahrgäste durch die Große Steinstraße. 

Was umfasst das Projekt Große Steinstraße?

Die Baumaßnahmen in der Großen Steinstraße sind Bestandteil des STADTBAHN Programms der Stadt Halle (Saale). Das Ziel der Modernisierungsarbeiten der Großen Steinstraße ist es, die Qualität und Leistungsfähigkeit des ÖPNV durch die vollständige Erneuerung des Gleiskörpers der STADTBAHN unmittelbar zu verbessern.

Die Straßenbahn wird zukünftig behinderungsfrei, sicherer und leiser durch die Große Steinstraße fahren können. Als zweites wichtiges Ergebnis der Bauarbeiten wird die Sicherheit der Verkehrsanlagen und des Verkehrsknotenpunktes Joliot-Curie-Platz für alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen erhöht und die Barrierefreiheit insbesondere für seh- und mobilitätseingeschränkte Personen hergestellt. Der Ausbau der Großen Steinstraße wird auf einer Länge von 650 Metern sowohl überirdische, als auch unterirdische Arbeiten umfassen. Auch der Knotenpunkt an der Oper wird im Zuge des Projekts baulich auf die veränderte Verkehrsführung abgestimmt.

Geplante Maßnahmen:

  • Sanierung der Gleiskörper, Fahrbahn, Geh- und Radwege
  • Modernisierung der Masten und Oberleitungen
  • Neuorganisation und rechtskonformer Ausbau der Verkehrsführung am Joliot-Curie-Platz mit Ampelregelung und sicherer Fußgängerquerung
  • Barrierefreier Umbau des Bahnsteigs am Joliot-Curie-Platz
  • Verbesserung der Radverkehrsführung
  • Bau von Niederflurbahnsteigen
  • Verbesserung der unterirdischen Infrastruktur (Fernwärme-, Elektro-, Abwasser- und Trinkwasserleitungen, Telekommunikation)
In welchem Zeitraum sollen die Bauarbeiten in der Großen Steinstraße stattfinden?

Die Bauarbeiten in der Großen Steinstraße beginnen mit dem Fahrplanwechsel der HAVAG am 5. Februar 2018. Im Dezember 2018 sollen die Gleisanlagen in der Großen Steinstraße wieder in Betrieb genommen und die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen sein.

In welchem Zusammenhang stehen die Bauarbeiten in der Kleinen und Großen Steinstraße?

Die Kleine Steinstraße wird während der Bauarbeiten in der Großen Steinstraße als Zufahrts- und Anlieferstraße für die Anwohner und Gewerbetreibenden der Großen Steinstraße genutzt. Die Instandsetzung und Ertüchtigung der Fahrbahn in der Kleinen Steinstraße ist damit Voraussetzung, um Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten für Anwohner und Gewerbetreibende so gering wie möglich zu halten.

Was umfasst das Projekt Kleine Steinstraße?

Das Projekt Kleine Steinstraße umfasst Vorbereitungsmaßnahmen, die für den Beginn der Baumaßnahmen in der Großen Steinstraße im Jahr 2018 notwendig sind. Im Mittelpunkt der Maßnahme stehen die Ertüchtigung, Instandsetzung sowie fahrradfreundliche Gestaltung der Fahrbahn in der Kleinen Steinstraße. Die anfallenden Bautätigkeiten werden zusätzlich durch die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH (HWS) für Tiefbauarbeiten genutzt, um das Abwassersystem für häusliche Abwässer und Regenwasser in der Kleinen Steinstraße zu erneuern. Vorgesehen sind dazu der Neubau eines neuen Mischwasserkanals im unterirdischen Rohvortrieb und die gleichzeitige Erneuerung der bestehenden Hausanschlüsse. Durch diese Maßnahmen soll bei Starkregen der Überflutung der Straße vorgebeugt werden.

Wann beginnen die Bauarbeiten in der Kleinen Steinstraße?

Die Bauarbeiten werden Mitte November 2017 beginnen. Erste Vorarbeiten und Begehungen wurden bereits ab August 2017 vorgenommen.

In welchem Zeitraum sollen die Bauarbeiten in der Kleinen Steinstraße stattfinden?

Die Bauarbeiten beginnen Mitte November 2017 und sollen Ende Juni 2018 abgeschlossen sein.

Wie und wann laufen die Arbeiten konkret ab?

Die Bauarbeiten beginnen mit der Demontage der alten Gleise. Danach werden die Arbeiten im Untergrund aufgenommen. In offener Bauweise wird in 6 Meter Tiefe ein neuer Abwasserkanal verlegt, an den alle umliegenden Grundstücke und Häuser neu angeschlossen werden. Des Weiteren erfolgt im Untergrund die Verlegung von Leitungen und Rohren für die Gas-, Trinkwasser- und Stromversorgung sowie für den Datenverkehr. Ist diese Phase der Bauarbeiten abgeschlossen, können die neuen Gleise verlegt, Masten, Oberleitungen und Ampelanlagen montiert und schließlich Fahrbahn und Fußwege hergestellt werden.

Die Bauarbeiten in der Großen Steinstraße werden montags bis samstags in der Zeit von 6 Uhr bis 21 Uhr ausgeführt. Bauarbeiten in der Nacht sind aktuell nicht vorgesehen.

Welche Verbesserungen wird es im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs geben? (Haltestellen, Ampelanlagen, etc.)?

Die Baumaßnahme der Großen Steinstraße trägt wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität in Halle bei. Die Modernisierung des Gleiskörpers und die Neugestaltung des Knotens am Joliot-Curie-Platz mit einer Ampel ermöglicht eine höhere Taktung der Straßenbahn und trägt dazu bei, die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des ÖPNV in Halle weiter zu gewährleisten. Daneben hat der barrierefreie Umbau der Haltestelle Joliot-Curie-Platz eine große Bedeutung. Ausgebaute Niederflurbahnsteige erhöhen den Komfort der Fahrgäste und erleichtern Fahrgästen wie Personen mit körperlichen Einschränkungen, Familien mit Kindern den Zustieg und die Benutzung des ÖPNV. Durch das Verlegen neuer Gleisanlagen minimiert sich das Rollgeräusch der Straßenbahnen der HAVAG und trägt zu einem ruhigeren Fahrverhalten bei. 

Welche Verbesserungen ergeben sich durch die Baumaßnahme für den Individualverkehr?

Die Bauarbeiten in der Großen Steinstraße wirken sich positiv auf den Individualverkehr aus. Insbesondere die Übersichtlichkeit und Sicherheit an den Verkehrsknotenpunkten am Hansering und am Joliot-Curie-Platz wird durch eine Neuordnung des Verkehrs verbessert und eine Lichtzeichenanlage eingerichtet. Damit erhöht sich die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für die Fußgänger und den Radverkehr. Durch den Ausbau wird darüber hinaus die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht und die barrierefreie Querung der Straße ermöglicht.

Weniger gut sichtbar, aber ebenso wirksam sind die Verbesserungen im Straßenuntergrund: Nach der Sanierung des Mischwasserkanals ist die Kanalisation leistungsfähiger und zuverlässiger, dadurch sinkt das Risiko eines Überlaufens bei Starkregen. Alle unterirdisch verlaufenden Medien (Wasser, Fernwärme, Gas, Elektroleitungen, Glasfaser) werden modernisiert, damit sinkt das Risiko von Störungen und Ausfällen.

Auch oberirdisch werden alle Installationen geordnet und modernisiert. Die neuen Masten der STADTBAHN passen sich besser in das Straßenbild ein und die Oberleitungen kommen mit deutlich weniger Leitungssträngen aus. Die Haltestellen werden neu gestaltet und sind nach der Modernisierung nicht nur sicherer, sondern auch optisch ansprechender gestaltet.

Wer sind Ansprechpartner für Fragen, Hinweise oder Beschwerden?

Die feste Sprechzeit des Bürgerinformationsbüros ist dienstags von 8 bis 10 und donnerstags von 15 bis 18 Uhr. Außerhalb der Sprechzeiten können Anwohner und Gewerbetreibende individuelle Termine vereinbaren. 

Ihre Ansprechpartner und die Sprechzeiten im Überblick:

Hallesche Verkehrs-AG

Heike Knopf | (0345) 5 81 - 54 11 | heike.knopf@havag.com

oder stadtbahn@stadtwerke-halle.de

 

Dienstleistungszentrum der Stadt Halle (für Gewerbetreibende):

Eric Brecht (0345) 2 21 - 47 69 | eric.brecht@halle.de)

Kay Gerhardt (0345) 2 21 - 47 78 | kay.gerhardt@halle.de)

Sprechzeiten Bürgerinformationsbüro, Große Steinstraße 69:

Dienstag, 8 bis 10 Uhr und Donnerstag, 15 bis 18 Uhr

Wo kann ich mich über aktuelle Baustellen und Umleitungen informieren?

Alle aktuellen Informationen zu Baustellen und entsprechenden Umleitungskonzepten erhalten Sie im Baustellenkalender unter www.baustellen.halle.de.

Weitere Informationen zu aktuellen Fahrplänen und den Umleitungen sind unter www.havag.com/fahrinfo/fahrplaene/linien-und-aushangfahrplan verfügbar.

Wie werden die Straßenbahnlinien während der Arbeiten umgeleitet?

Während der Baumaßnahme werden alle Straßenbahnlinien umgeleitet, die momentan durch die Große Steinstraße führen. Dies betrifft die Linien:

  • 1 (Frohe Zukunft – Beesen)
  • 2 (Soltauer Straße – Veszpremer Straße)
  • 5 (Kröllwitz – Ammendorf (– Bad Dürrenberg)
  • 10 (Hauptbahnhof – Göttinger Bogen) und
  • 95 (Trotha – Ammendorf)
  • 97 (Heide-Nord – Ammendorf)

 

Die Umleitungen beginnen mit dem Fahrplanwechsel der HAVAG am 5. Februar 2018 und enden im Dezember 2018.

Die Linien 1 und 2 werden im Abschnitt Marktplatz – Am Steintor über Große Ulrichstraße – Geiststraße – Bernburger Straße – Reileck – Ludwig-Wucherer-Straße (Ersatzhaltestelle) umgeleitet. (Bedingt durch die Umleitungsführung über das Reileck verlängert sich die Fahrzeit um ca. 10 Minuten)

 

Die Linie 5 wird im Abschnitt Marktplatz - Riebeckplatz über Franckeplatz - Am Leipziger Turm umgeleitet.  (Die Fahrzeit verkürzt sich um ca. 1 Minute.)

 

Die Linie 10 wird im Abschnitt Marktplatz - Am Steintor über Franckeplatz - Am Leipziger Turm - Riebeckplatz - Magdeburger Straße umgeleitet. (Bedingt durch die Umleitungsführung verlängert sich die Fahrzeit um ca. 5 Minuten.)

 

Die Nachtlinie 95 fährt zwischen Marktplatz und Reileck direkt über Neues Theater - Moritzburgring - Hermannstraße. 

Die Nachtlinie 97 bedient im Abschnitt Marktplatz - Am Steintor die Haltestelle Joliot-Curie-Platz nicht.

Wie wird der Kfz-Verkehr während der Arbeiten umgeleitet?

Ziel ist es, die umfassenden Baumaßnahmen innerhalb von 11 Monaten zu realisieren. Dafür wird die Große Steinstraße vom Bereich Kleinschmieden bis zum Franzosenweg für den Verkehr gesperrt.

Für den Kfz-Verkehr durch die Große Steinstraße richtet die Stadt im Voraus der geplanten Baumaßnahmen gut sichtbar ausgeschilderte Umleitungen über den Hansering und den Universitätsring ein.

Umleitungsstrecken sind:

  • Moritzzwinger – An der Waisenhausmauer – Franckestraße – Magdeburger Straße – Ludwig-Wucherer-Straße – Mühlweg – Neuwerk – Robert-Franz-Ring – Hallorenring
  • Ludwig-Wucherer-Straße – Martha-Brautzsch-Straße – Kardinal-Albrecht-Straße – Geiststraße – Moritzburgring

Zu- und Lieferwege für Anwohner, Gewerbe, Gäste und Kunden sowie der Verkehr auf dem Altstadtring über den Joliot-Curie-Platz werden, von kurzfristigen Sperrungen abgesehen, durchgängig gewährleistet sein. Das Befahren des Altstadtrings ist gewährleistet. Die Verkehrsführung am Joliot-Curie-Platz ändert sich je nach Bauabschnitt. 

Wie verändert sich die Parkplatzsituation?

Aufgrund der geringen Straßenraumbreiten werden keine zusätzlichen Parkplätze in der Großen Steinstraße eingerichtet. Insbesondere für die Gewerbetreibenden verbessert sich jedoch die Qualität des Standorts Große Steinstraße durch fest ausgewiesene Anlieferzonen.

Wie werden Anwohner und Gewerbetreibende über die Baumaßnahmen informiert?

Die erste Bürgerinformation zum geplanten Bauvorhaben wurde im Rahmen der Antragstellung des Gestaltungsbeschlusses im Stadtrat im September 2015 durchgeführt. Während des Planfeststellungsverfahrens hatten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle bereits die Möglichkeit, Einblick in die Unterlagen zu nehmen und Hinweise oder Bedenken zu formulieren. Vor Beginn der Baumaßnahme laden die Stadt und die HAVAG zu einer Bürgerversammlung ein, am 1. November 2017, um die Anlieger der Großen Steinstraße und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt Halle umfassend über das Vorhaben zu informieren.

Für die Zeit der Baumaßnahme wird in der Großen Steinstraße 69 (ehem. Sportolymp) ein Bürgerinformationsbüro mit festen Sprechzeiten eingerichtet (dienstags von 8 bis 10 und donnerstags von 15 bis 18 Uhr, weitere Informationen siehe Punkt "Wer sind Ansprechpartner für Fragen, Hinweise oder Beschwerden?").

Darüber hinaus informiert die HAVAG Anwohner, Gewerbetreibende und die Öffentlichkeit regelmäßig und proaktiv in Form von Pressemitteilungen und -gesprächen, Flyern und Aushängen über den Stand des Projekts und mögliche Veränderungen.

Für die besonderen Anliegen der Gewerbetreibenden ist ein eigenes Format geplant, über das die HAVAG noch rechtzeitig informiert.

Wie wird der Zugang zu den Wohnhäusern und Gewerberäumen gesichert?

Durch die Baustelle hindurch werden abgesicherte Fußgängerwege geleitet, die den Fußgängerverkehr in der Großen Steinstraße und damit die Zuwege zu Wohnungen und Geschäften jederzeit ermöglichen.

Was gilt für Rettungs- und Fahrdienste während der Bauarbeiten (Feuerwehr, Krankenwagen, Pflegedienste, Essen auf Rädern, etc.?)

Der Bauträger trägt dafür Sorge, dass Zufahrten für Rettungsdienste (uneingeschränkt) und Fahrdienste (eingeschränkt in einem zumutbaren Rahmen) jederzeit gewährleistet sind.

Was unternimmt der Bauherr, um Einbußen für Gewerbetreibende zu vermeiden?

Der Bauherr bemüht sich, die Einschränkungen durch die Bauarbeiten für die ansässigen Gewerbetreibenden so gering wie möglich zu halten. Unter anderem soll während der Baumaßnahme im Rahmen des Möglichen dafür Sorge getragen werden, dass die Große Steinstraße für Kunden und Gäste attraktiv bleibt. Dazu ist ein eigenes Format geplant, über das die HAVAG und die Stadt noch rechtzeitig informieren werden.

Welche Möglichkeiten der Mitsprache existieren für Anwohner und Gewerbetreibende?

Anwohner und Gewerbetreibende können jederzeit Hinweise an feste Ansprechpartner richten. Der Bauträger HAVAG bemüht sich in Kooperation mit den ausführenden Bauunternehmen, auf diese Hinweise und etwaige Beschwerden im Rahmen der technischen Möglichkeiten und Anforderungen des Zeitplans einzugehen. 

Welche Kosten verursachen die Bauarbeiten?

Für das Vorhaben der Großen Steinstraße werden von der HAVAG Gesamtkosten in Höhe von rund 12,5 Mio. Euro veranschlagt. Zum Vergleich: Für alle Maßnahmen des Programms STADTBAHN Halle zusammengenommen sind rund 350 Mio. Euro vorgesehen.

Wer trägt die Kosten?

Das Projekt wird, wie das gesamte STADTBAHN-Programm zu 90 Prozent aus Fördermitteln für den ÖPNV finanziert. Die verbleibenden 10 Prozent der Kosten werden durch Eigenmittel der HAVAG und der Stadtwerkeunternehmen beglichen. Der Stadt Halle (Saale) entstehen damit praktisch keine Kosten durch das Bauvorhaben.

Wer ist Auftraggeber?

Beschlossen wurde die Baumaßnahme im September 2015 im Stadtrat von Halle, als wichtiger Teilabschnitt des größeren STADTBAHN Programms. Aufgabenträger für den ÖPNV ist die Stadt Halle. Bauträger der Maßnahme in der Großen Steinstraße ist die HAVAG, ein Unternehmen der Stadtwerke Halle. Auf Grundlage von Verträgen handelt die HAVAG im Auftrag der Stadt und der Stadtwerkeunternehmen.

Welche Baufirmen werden am Ausbau der Großen Steinstraße beteiligt?

Die ausführenden Baufirmen stehen derzeit noch nicht fest. Die Unternehmen werden durch europaweite Ausschreibungen ermittelt. Die Ausschreibungen werden aktuell durchgeführt.

Welche weiteren Projektbeteiligten gibt es?

Bei der Bauausführung kooperiert die HAVAG mit verschiedenen Partnern, u.a. mit der Energieversorgung Halle GmbH (EVH) und der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft GmbH (HWS). Daneben sind verschiedene Behörden der Stadt Halle, z.B. aus dem Geschäftsbereich II Stadtentwicklung/Umwelt sowie das Dienstleistungszentrum Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung sowie eine Reihe von weiteren Einrichtungen, Dienstleistern und Unternehmen beteiligt:

  • iproplan Planungsgesellschaft mbH
  • IVAS - Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und –systeme
  • Vermessungsbüro Kraft
  • VSC Verkehrs-System Consult Halle GmbH
  • IPROconsult GmbH
  • OBERMEYER Planen + Beraten GmbH
  • Energieversorgung Halle Netz GmbH
  • EVH GmbH
  • Muth Citynetz Halle GmbH
  • S+K ServiceKabel GmbH
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Telekom

Bei dieser großen Anzahl von Aufgaben und Beteiligten ist die Projektplanung und -steuerung eine wichtige Aufgabe. Daher wird die HAVAG hierbei von einer Reihe von Experten unterstützt, u.a. vom Projektsteuerer pmp infra und dem Büro WIOX Ingenieure.

Wie wird die Sicherheit während der Bauarbeiten gewährleistet?

Bereits in der Planungsphase wurden alle Sicherheits- und Arbeitsschutzaspekte berücksichtigt und koordiniert. Die beteiligten Bauunternehmen werden über die Dauer der Bauzeit Schutzmaßnahmen wie Gerüste, Absperrungen usw. gemeinsam nutzen. Die am Bau beteiligten Unternehmen und Institutionen sind verpflichtet, gesetzliche Normen und Vorschriften einzuhalten, auf Sicherheitsaspekte proaktiv aufmerksam zu machen und ihr Personal entsprechend zu schulen. Alle verwendeten Geräte und Fahrzeuge unterliegen strengen Sicherheitsbestimmungen und dürfen nur genutzt werden, wenn sie den hohen technischen Anforderungen und Standards genügen. Über die Einhaltung der Bestimmungen wird durch einen Sicherheitsbeauftragten der HAVAG gewacht, der die Baustelle regelmäßig begeht.

Um Bauarbeiter vor Unfällen zu schützen und die Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer zu minimieren, erfolgt die Sperrungen der Großen Steinstraße entsprechend der Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A5 „Straßenbaustellen“. Zum Schutz der Fußgänger wird die Baustelle durch Bauzäune gesichert sein. Die Tiefbauarbeiten werden zudem durch den Kampfmittelräumdienst begleitet. 

Wie werden Natur und Umwelt während der Bauarbeiten geschützt?

Der Schutz von Mensch, Natur und Umwelt hat für die HAVAG oberste Priorität. Durch die Bauarbeiten wird es nicht notwendig sein, zusätzliche Flächen zu versiegeln. Am Joliot-Curie-Platz müssen im Zuge der Arbeiten zwei Bäume gefällt werden. Diese Arbeiten sind mit der Umweltbehörde abgestimmt und werden innerhalb der vorgeschriebenen Fällzeiten erfolgen, um z.B. brütende Vögel nicht zu gefährden. Dass darüber hinaus Wurzelarbeiten an Bäumen im Straßenraum notwendig werden, kann gegenwärtig nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die Grünfläche am Joliot-Curie-Platz bleibt vollständig bestehen. Übrigens: Um dem künstlichen Aufheizen des städtischen Raums in den Sommermonaten zu entgegenzuwirken, werden beim Bau überwiegend helle Belagsmaterialien verwendet.

Was unternimmt der Bauherr, um die Lärm- und Staubbelastung niedrig zu halten?

Auf der Baustelle werden ausschließlich Baufahrzeuge eingesetzt, die mit einem Lärmschutz ausgestattet sind. Zum Schutz der Anlieger und des Personals auf der Baustelle wird die Baustelle regelmäßig durch Sprinkleranlagen bewässert, um die Staubbelastung so gering wie möglich zu halten.

Wie wird der Denkmalschutz beachtet?

Um die historische Gestaltung der Großen Steinstraße zu erhalten werden verschiedene Maßnahmen im Bereich des Denkmalschutzes ergriffen. So werden die Gehwege im Altstadtbereich als Granitflächen gestaltet, die sich in das optische Gesamtbild des historischen Altstadtkerns von Halle einfügen. Die hochwertige Gestaltung der Straßen mit Granitbreitbord und Natursteinplatten auf den Gehwegen wird zusätzlich durch die Stadt Halle aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert. Weiterhin werden die Fahrgastunterstände an den Haltestellen des ÖPNV transparent ausgeführt, sodass die Sicht auf die dahinterliegenden Gebäude nicht verstellt ist. Durch das Ziel des barrierefreien Ausbaus der Großen Steinstraße (taktiles Blindenleitsystem, behindertengerechte Signalanlagen, etc.) können jedoch nicht sämtliche denkmalschutzrechtlichen Aspekte verwirklicht werden.

Wie sieht der Rechtsrahmen aus, in dem die Bauarbeiten in der Großen Steinstraße stattfinden?

Der Ausbau der Großen Steinstraße ist ein Teilprojekt des STADTBAHN-Programms. Vereinbarungen zwischen der Stadt und der HAVAG regeln deren Befugnisse und ermöglichen, dass die HAVAG als Bauherr auftritt und die Bauarbeiten somit eigenständig koordiniert. Das STADTBAHN-Programm wird auf Beschluss des halleschen Stadtrats aus September 2015 realisiert. Eine regelmäßige Berichterstattung der HAVAG an die Stadt und den Stadtrat ist durch verschiedene Beschlüsse und Gremien gesichert.

Welche Straßensperrungen sind während der Arbeiten vorgesehen?

Ab November 2017 sind kurzfristige Teilsperrungen der Kleinen Steinstraße vorgesehen. Ab Frühjahr 2018 ist mit zeitweisen Sperrungen größeren Umfangs zu rechnen, die durch die HAVAG bzw. durch das ausführende Bauunternehmen rechtzeitig bekanntgegeben werden.

Wer ist Bauträger?

Bauträger ist die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG). Die Baumaßnahme wird in Kooperation mit der HWS und den Stadtwerken Halle umgesetzt. Für die Ausführung des Projekts wird ein Bauunternehmen beauftragt, die Ausschreibung hierfür läuft gegenwärtig.